Über Frust und Weitermachen :)

Okay, heute Abend wird’s mal ernst. Zumindest ein bisschen. Ihr wisst ja, dass ich euch gerne an allen Aspekten meiner Arbeit teilhaben lasse – im Guten wie im Schlechten. Und deswegen möchte ich über etwas reden, das mir immer mal wieder Kopfzerbrechen bereitet:
Frust.
Als selbstständiger, freier Autor – im Volksmund auch Selfpablischa genannt – ist Frustration ein ständiger Begleiter. Klar, man macht alles selbst, wofür Verlage ein Dutzend Mitarbeiter haben, und sieht sich dazu noch vielen Hürden gegenüber. Und reich wird man damit übrigens auch nicht. Nur so nebenbei. 😀
Trotzdem liebe ich meinen Job so sehr, wie er mich manchmal frustriert. Schreiben ist und war schon immer mein Traum, weswegen es manchmal umso mehr wehtut, wenn man das Gefühl hat, einfach nicht von der Stelle zu kommen. Man schreibt und schreibt, investiert so viel – und hat es trotzdem nicht in der Hand, ob ein Buch ein Erfolg wird oder total floppt.
Darf ich an der Stelle mal ganz ehrlich sein? Seit ich letztes Jahr angefangen habe, habe ich schon drei Mal meinen Abschiedsbeitrag formuliert, als ich nur noch hinwerfen wollte. Zwei Mal davon sogar schon in FB und auf die Homepage kopiert und auch fast abgeschickt. Ich habe es nicht getan – zum einen, weil ich nichts anderes auch nur annährend so gut kann, und zum anderen, weil ich tendenziell stur bin.
Trotzdem ist die Frustration nie verschwunden. Es gibt immer diese kleine Stimme im Kopf, die mir Resignation einflüstert. Angst. Die mich hoffen lässt, nur um anschließend Enttäuschung zu predigen. Manchmal redet sie sogar von Neid und Missgunst. Meistens komme ich einigermaßen damit klar und finde genug Freude in meiner Arbeit, um über die Durststrecken hinwegzusehen.Aber trotzdem bin ich ehrlich genug, um mich selbst einzuschätzen: Ich will den Erfolg. Ich will gelesen werden. Und ich will, dass Menschen mich kennen. Nicht weil ich berühmt sein will, sondern weil ich meine Geschichten so sehr liebe, dass ich es so schade finde, wenn sie nicht jeder Mensch auf dem gottverdammten Planeten kennt.
Ob es anderen Autoren auch so geht? Keine Ahnung. Wahrscheinlich schon. Ihr wisst jetzt auf jeden Fall Bescheid. Danke fürs zuhören und bleibt geschmeidig 😀

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