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Heute möchte ich im Blogbeitrag mal über ein Thema sprechen, über das sich Autoren ständig den Kopf zerbrechen und wegen dem sie auch gerne mal aneinandergeraten. Und zwar geht es um den ‚Word-Count‘, also die Anzahl der täglich geschriebenen Wörter.
Wer von euch aktiv Autoren auf FB folgt, sieht vielleicht öfter mal Beiträge à la „Heute 10.000 Wörter geschafft“, etc. pp. oder auch „Wieder nur 100 Wörter geschrieben.“ Wie viel man täglich schreiben kann oder muss, ist ein sehr unleidiges Thema, auf das es keine wirklich gute Antwort gibt.

Mein persönlicher Tagesdurchschnitt sind – außerhalb von Corona – etwa 4000 Wörter, manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger. In einer Woche komme ich damit meistens auf 20-25.000 Wörter, je nachdem, wie viel Zeit ich zusätzlich reinhänge. Es gibt aber auch Autoren, die laut eigener Aussage jeden Tag 10.000 Wörter schreiben – oder mehr. Klar, relevant ist hier auch die Frage, ob und wie umfangreich man plottet. Wenn man genau weiß, was man wie und wo und wann schreibt, sind natürlich deutlich höhere Zahlen möglich.

Natürlich stellt sich die Frage danach, wie viel angemessen oder notwendig ist. Klar ist, dass man kein Land sieht, wenn man hauptberuflich schreibt, aber keine 500 Wörter am Tag hinkriegt. Da kann man sich ausrechnen, wie lange man für ein Buch braucht. Natürlich gibt es Autoren, die zehn Jahre an einem Roman schreiben und trotzdem bestens davon leben können – ich nenne hier mal keine Namen, aber die Regel ist das natürlich nicht. Gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen, dass die Qualität auf Dauer passt, wenn man jeden Tag 10.000 Wörter rausprügelt. Man kann sich da ja problemlos ausrechnen, wie viele Wörter das pro Minute sind.

Ein Roman fängt nach allgemeiner Definition bei etwa 70.000 Wörtern an, davor ist es ein Kurzroman. Natürlich ist das nur ein Richtwert. Man muss für sich persönlich entscheiden, wie lange eine Geschichte wird – meistens ist das ohnehin kein Problem, da die Geschichte aus sich heraus eine gewisse Länge fordert. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, merkt man auch, wenn man sie künstlich streckt.

Wie viel man also jeden Tag schreiben sollte, hängt in erster Linie davon ab, was man erreichen will. Wenn man für sich selbst und als Hobby schreibt, kann man es sich leisten, auch mal längere Zeit nur wenig zu Papier zu bringen, dafür aber viel darüber nachzudenken. Wenn man nur Geschichten nach Schema F raushaut und über Quantität Geld verdienen will, muss man sicher 10k pro Tag schaffen – wie gesagt, wenn man nicht zur Fraktion der eisernen Plotter gehört. Ich halte einen Mittelwert von 3000-6000 Wörtern pro Tag allerdings für den Weg, den man als gewissenhafter Vollzeitautor gehen sollte. 😉

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