Vorzeitiger Blog

Ende 2018 habe ich eine Reihe von Mails bekommen, in denen mir jemand vorgeworfen hat, mit ‚Tumor‘ seine Idee „geklaut“ zu haben. Das ging damals über ein paar Wochen hin und her. Er hat mich aufgefordert, ihm die Rechte am Buch zu übertragen und selbstverständlich auch die Einnahmen. Das ist aus so vielen Gründen ausgemachter Quark, dass ich gar nicht näher darauf eingehen werde.

Seither war Ruhe – bis jetzt.  Seit ein paar Tagen erhalte ich wieder entsprechende Mails mit juristischen Perlen wie „Ich habe jetzt Patent an der Idee angemeldet“ und „Sie hatten keine Erlaubnis, das Buch zu schreiben“. Ich weiß nicht, ob das ein Troll ist, ein Neider oder einfach nur ein frustrierter Kollege, der ein bisschen Dampf ablassen will. Es spielt auch keine Rolle.

Eigentlich wollte ich zu der ganzen Sache nichts schreiben, weil es so unfassbar lächerlich ist, aber andererseits will ich euch ja immer an allen Aspekten des Autorenlebens teilhaben lassen – und das schließt auch das Kuriose, Lächerliche und schier Dämliche mit ein.

‚Tumor‘ ist, genau wie meine anderen Bücher, nichts Neues und hat das Rad nicht neu erfunden. Grob zusammengefasst lasse ich in dem Buch eine Reihe Zyniker in einem Labor gegen Monster kämpfen. Ein bisschen Horror, ein wenig Action und Splatter, ein Hauch Mystery und Thriller. Das gab es alles schon und wird es wieder geben. Wer mir schon länger folgt, weiß ganz genau, welche Bücher, Filme und Games meine Vorbilder sind. Und es steht jedem frei, sich selbst daran zu versuchen und es auf dem Markt zu probieren.

Das Schöne an unserer Demokratie ist, dass sowas möglich ist. Jeder kann schreiben, was er will, und dabei auch an altbekannte Ideen die eigenen Ansätze herantragen. Mit etwas Glück hat man damit Erfolg. Kein seriöser oder selbstreflektierter Autor kann den Anspruch haben, etwas komplett Neues zu schreiben. So gut wie alles gibt und gab es schon seit Jahrhunderten. Man kann nur versuchen, eigene Akzente zu setzen und neue Spannung und Überraschungen herauszukitzeln. Am Ende zählt in meinen Augen nur, dass man selbst Spaß beim Schreiben und der Leser Spaß beim Lesen hat.

Soviel dazu. Ich sage euch, als Autor wird es selten langweilig, auch wenn der Tag eigentlich monoton gestartet ist. 😀

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