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Heyho zusammen!Ich möchte im heutigen Blogbeitrag einmal über ein Thema sprechen, das mich immer wieder… naja, stört. Vor allem dann, wenn ich selbst mal die Zeit zum Lesen finde.
Es geht um Wortwahl, Synonyme und Beschreibungen. Ich habe ja schon darüber gesprochen, dass die Sprache selbst in meinen Augen genauso wichtig für die Atmosphäre ist wie das, was sie beschreibt. In etwa kann man sich das vorstellen wie die musikalische Unterlegung eines Films. Niemand könnte die dramatischste Schlacht oder herzzerreißenste Liebesszene ernstnehmen, wenn es mit „Ding Dong, die Hex ist tot!“ unterlegt wäre.
Leider ist das etwas, das einige Autoren nicht so sehen. Da wird dann munter vermeintlich synonymisiert, auch wenn es so gar nicht passt, und Redewendungen eingebaut, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Ein Beispiel, das es in meinen Augen sehr gut illustriert, ist die Art, wie man einen Kämpfer bezeichnet.Was gibt es da an Möglichkeiten?

Soldat. Söldner. Krieger. Und Kämpfer selbst. Das sind zumindest mal die geläufigsten und am breitesten aufgestellten Begriffe. Dann gibt es Schütze, Ritter, Reiter, Landser, Knecht, Legionär, etc., die schon wieder viel spezifischer sind, und dann folgen konnotierte Begriffe wie Schlächter, Mörder, etc. pp.

Ein Kämpfer ist erst einmal jemand, der kämpft. Ob das nun mit Waffen ist oder mit Worten oder sonst etwas, ist gleich.

Ein Soldat ist jemand, der beruflich in den Krieg zieht. Und zwar für einen wie auch immer organisierten Staat.

Krieger umfassen in den meisten Definitionen die Angehörigen von mehr oder weniger ungeordneten Heeren, meist aus Stämmen oder anderen Volksverbänden.

Ein Söldner wird erst mal nur fürs Kämpfen bezahlt und kennt in aller Regel keine feste Loyalität.

Den Rest könnt ihr googeln. Jedenfalls geht es mir darum, dass eine Begrifflichkeit auch immer Atmosphäre vermittelt. Ist jemand ein Söldner, bedeutet das meist eine gewisse Ruchlosigkeit, während der Krieger eher barbarisch und archaisch daherkommt. Wenn dann noch munter Spezialrollen wie Schütze oder Ritter untergemischt werden, ist alles aus.Ich habe vor einiger Zeit einen Fantasy-Roman gelesen, in dem der Protagonist innerhalb von zwei Kapiteln so ziemlich alles zwischen Ritter, Söldner und Stammeskrieger war. Das fand ich sehr schade.
Was ich auch immer schlimm finde, sind völlig deplatzierte Metaphern und Umschreibungen. Gleiches Beispiel wie oben: Schlachtszene. Protagonist ist von Feinden umringt, schafft es mit letzter Kraft, einen von ihnen zu erschlagen und tritt dann verzweifelt die Flucht durch die so entstandene Lücke an, nur um dann „wie von einer Biene gestochen“ zu rennen. Ich könnte da buchstäblich schreien. Wie geht es euch bei sowas?

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