Ohne Titel.

Heyho zusammen,

ich muss an dieser Stelle mal einen Beitrag schreiben, der mir seit einiger Zeit auf der Seele brennt.

Wenn ich mich in den letzten Wochen und Monaten mit Bloggern unterhalte, höre ich immer wieder von unschönen Erfahrungen, die sie immer öfter mit Autoren machen. Manche Blogs machen deswegen sogar komplett dicht, andere nehmen sich eine Auszeit oder verweigern Rezensionsexemplare, weil sie sich das nicht mehr antun wollen.

Viele Autoren – leider oft genug Selfpublisher – sehen in Bloggern nur günstige Werbemittel. Werbemittel, die in ihrer Welt nur existieren, um ihre Bücher zu lesen, gut zu bewerten und anschließend publikumswirksam zu vermarkten. Dass Blogger das unentgeltlich machen – in ihrer Freizeit und als Hobby – scheint sie nicht zu interessieren.

Doch es ist nicht nur das. Nein. Blogger werden auch angeblökt, abgehandelt und oft genug auch beleidigt. Wenn die Rezension nicht gefällt, bricht ein Shitstorm los, werden Fanbois aufgewiegelt und manchmal sogar mit rechtlichen Schritten gedroht. Und die Rezi hat natürlich auch jetzt sofort und auf der Stelle zu erscheinen, denn Autörchen hat ja das beste Buch vong Welt geschrieben und ist ohnehin ganz, ganz wichtig.

Ich finde dieses Verhalten unter aller Sau. Stellenweise schäme ich mich sogar, ein Selfpublisher zu sein und damit in den Berufskreis dieser egobezogenen und vollkommen kritikunfähigen Narzissten zu fallen, die mit ihren oft genug bestenfalls mittelmäßigen Büchern, dafür aber unterdurchschnittlichen Manieren und komplett fehlendem Anstand den Menschen das Lesen madig machen.

Fakt ist: Ein guter Teil der Selfpublisher bringt zeitlebens vielleicht ein Buch raus oder maximal eine Handvoll. Da wird jahrelang drüber gebrütet, aber wenn es dann bar jedweden Lektorats oder Korrektorats erscheint, hat bitte jeder Gewehr bei Fuß zu stehen und zu applaudieren. Gerade dann geht das oft – aber natürlich auch nicht immer – mit einem heißluftballonmäßig aufgeblähten Ego einher, das befriedigt werden will. Solchen Menschen ist es gar nicht zu vermitteln, wer und was Blogger sind und was sie tun – schlicht und ergreifend, weil sie sich nicht dafür interessieren.

Liebe Blogger – ihr habt das Recht, Spaß an eurem Hobby zu haben. Ihr habt das Recht, Bücher abzulehnen und jene, die ihr annehmt, schlecht zu bewerten oder abzubrechen. Euch muss nichts gefallen – stattdessen hat der Autor damit zu leben, dass sein Buch nun mal nicht jedem gefallen kann – wenn überhaupt. Bevor ihr euch vor lauter Frust aus eurem Hobby zurückzieht, macht lieber einen Cut. Bleibt bei den Autoren, die ihr mögt und mit denen ihr gut klarkommt. Macht den Deppen klar, dass ihr keine Rezensionsfabrik seid, die nur für sie funktioniert. Und macht ihnen klar, dass ihr Menschen seid. Wenn sich jemand unter aller Sau benimmt, schickt das Reziexemplar lieber zurück, als dass ihr euch diesen Kindergarten antut.

So, das sind meine fünf Cent zu dem Thema. Ihr dürft den Beitrag gerne teilen.

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