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Heyho zusammen!

Heute möchte ich in meinem Blogbeitrag mal über ein etwas aktuelles und auch etwas ernsteres Thema reden: Geschlechterrollen – vor allem in meinen Büchern.

Grundsätzlich muss ich zugeben, dass ich mir keine Gedanken über das Geschlecht oder die sexuelle Identität meiner Charaktere mache, sondern sie so schreibe, wie ich sie mir vorstelle – und wie es in meinen Augen für das jeweilige Buch am besten passt. Die Geschichte von Insomnia könnte ich nicht mit einem männlichen Protagonisten erzählen, genauso wenig wie ich das Institut aus Tumor aus der Sicht einer Frau erzählen könnte.

Eigentlich halte ich mich auch dediziert aus jedweden Diskussionen und Vermarktungsstrategien heraus, die das Geschlecht oder die Identität meiner Charaktere in den Fokus stellt. Darum geht es mir einfach nicht und ich will mich da auch nicht in einen Zug setzen, in dem es schon viel zu viele Meinungen gibt. Trotzdem fällt mir auf, dass meine Romane gerne mal als feministisch bezeichnet werden. Oder ich erhalte Lob für die „starken“ Frauen, die ich schreibe.

Das hat mir anfangs nicht wirklich zu denken gegeben, mittlerweile aber schon – schlicht und ergreifend, weil ich da nie irgendeine Agenda verfolgt habe. Die Charaktere sind, wie sie sind, und spiegeln das wieder, was ich denke: Nämlich dass es nur von dem jeweiligen Menschen abhängt, wie stark oder schwach er ist.

Leider bin ich mittlerweile lange genug im Geschäft, um verstanden zu haben, dass das leider manche Leser nicht so sehen. Grundsätzlich verkaufen sich in den Genres, die ich schreibe, Romane mit weiblichen Protagonisten tendenziell eher schlechter, weil mache das einfach nicht lesen. Da will ich niemandem in die Parade fahren und jeder hat auch seine eigenen Vorlieben, aber das macht es natürlich schwierig, weil ich auch wirtschaftlich denken muss.

Natürlich höre ich deswegen nicht auf, weibliche Protas zu schreiben, aber wenn ich bei einem Roman damit rechnen kann, 20-30% weniger Leser zu erreichen, wenn ich eine Frau als Prota habe, ist das schon eine ordentliche Pille zum Schlucken. Gleichzeitig freut es mich natürlich, dass ich anscheinend keine gängigen Geschlechterklischees bediene, wenn ich schreibe. Sonst bekäme ich vermutlich andere Rückmeldungen.

Wie steht ihr dazu? Habt ihr Vorlieben in der Hinsicht? Oder gibt es vielleicht sogar etwas, das bei euch gar nicht geht?

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