Ich lebe noch! :D

Ich sitze zur Zeit jeden Tag vom Rechner und überlege mir, was ich hier auf der Homepage schreiben könnte. Meistens fällt mir tatsächlich nichts ein. Und deswegen gibt es heute das langweiligste, was ihr euch vorstellen könnt: Ein Schreib-Status-Update. Oh Mann, das geht runter wie Öl! 😀
 
Mein Plan für dieses Jahr lautet wie folgt: Doppelwelt, De:Sign, Glutwelt (Tumor 4), Unicorn 2 und – wenn es zeitlich hinhaut – noch zwei andere Projekte, die derzeit noch keinen Namen haben.
 
Leider könnte das etwas eng werden. Doppelwelt ist zwar fertig und De:Sign läuft sehr gut, aber durch die Überarbeitung von Tumor und Maschinenengel Anfang des Jahres und leider auch einige mit Eiszauber verschwendete Tage bin ich etwas ins Hintertreffen geraten. Aber solange ich schreiben kann, werde ich versuchen, mindestens die vier ersten Bücher dieses Jahr zu schreiben! 🙂

10.000 Wörter am Tag – und zwar jeden Tag.

Sowas lese ich in letzter Zeit immer wieder. Von Ratgebern, die behaupten, sowas sei als Autor problemlos und dauerhaft möglich, und auch von Autoren, die angeben, dieses Pensum jeden Tag zu schaffen.
 
Persönlich halte ich das für ausgemachten Bullshit. 10.000 Wörter am Tag kann man schaffen. Es ist möglich und ich habe es auch schon geschafft, wenn es mal besonders leicht von der Hand ging oder ich eine Szene sehr klar im Kopf hatte, aber dauerhaft kann man mit sowas in meinen Augen keine Qualität liefern. Bei der Formatierung, mit der ich arbeite, entspricht das etwa 15 vollbeschriebenen Din A 4 Seiten, Times New Roman, Schriftgröße 12 mit einfachem Zeilenabstand.
 
Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass man sowas rein technisch schnell schreiben kann. Erfahrene Schreibkräfte können etwa 70 Wörter pro Minute schaffen. Im Dauerschreibmodus könnte man die 10.000 also in etwa zweieinhalb Stunden abarbeiten. Aber dabei ist noch keine kreative, argumentative, kausale oder stilistische Mehrarbeit geleistet.
 
Ein durchschnittlicher Roman hat – je nach Formatierung – auf 300 Normseiten etwa 100.000 Wörter. Mit dem System, das manche Autoren für sich in Anspruch nehmen, sind also 3 Romane pro Monat drin, bzw. 36 pro Jahr.
 
Mich ärgern Autoren, die sowas behaupten, immens. Denn zum einen führt sowas zu einer qualitativen Entwertung des Autorenhandwerks und damit der Bücher, die zu simpler Massenware degradiert werden, und zum anderen werden Autoren angehalten, sich mit unrealistisch hohen Leistungen zu vergleichen.
 
Ich bin Vollzeitautor (und Vollzeitpapa). An einem guten Tag schaffe ich 5000 Wörter, an einem durchschnittlichen 3000-3500. Für einen 300-Seiten-Roman brauche ich (für die Grundversion) etwa 30 Arbeitstage. Ich arbeite neben der Familie viel, kann mir aber nicht vorstellen, wie viele Stunden man sich für 10.000 Wörter inkl. sämtlichem kreativen Beiwerk in seinem stillen Kämmerlein einschließen muss.

Was nun? :D

So viele Ideen und so wenig Zeit! 😰
„Doppelwelt“ ruht jetzt wie ein guter Hefeteig und wartet auf die Überarbeitung und die Korrektur. Die Frage ist: Was schreibe ich bis dahin und danach?
Ich hasse Leerlauf und brauche immer was zu tun. Das Leben ist eh zu kurz und ich habe noch genug Geschichten, die erzählt werden wollen. Müsste ich nicht schlafen, würde ich es nicht tun.
 
Die Frage ist jetzt: Was soll ich schreiben?
„Eiszauber“ liegt auf Eis (😅). Fantasy ist es momentan einfach nicht.
Dieses Jahr plane ich noch den 2. Teil von „I am Unicorn“, den 4. Teil der Tumor-Reihe „Glutwelt“, zwei noch namenlose Projekte und eine recht abgespacete Superhelden-Irgendwas-Komödie namens „De:Sign“. Was würde euch denn am meisten interessieren? 🙂

„Doppelwelt“ fertig!

„Doppelwelt“ ist fertig. Und ich auch. 85.668 Wörter, 523.152 Zeichen.
 
Ich würde jetzt gerne sagen, dass ich das Buch jetzt erstmal liegen lasse, dann überarbeite und dann nach Lektorat und Korrektorat veröffentliche, doch so einfach ist das nicht. Natürlich werde ich all das tun, aber ich kann diesen Roman nicht einfach so veröffentlichen.
 
Ich weiß nicht, ob es die Leser gut finden, aber ich weiß, dass ich nie wieder ein Buch schreiben werde, das mir so viel bedeutet. Und das macht es so schwer, es „einfach“ zu veröffentlichen.

„Doppelwelt“ Charaktervorstellung 1

Ich möchte euch in den nächsten Tagen ein paar Charaktere meines aktuellen Romans „Doppelwelt“ vorstellen.
Die Geschichte ist eine Mischung aus Mystery und Alternativgeschichte, gewürzt mit einem winzigen Hauch Sci-Fi, obwohl sie 1987 spielt.

Den Anfang macht nicht Protagonistin Anastasija, sondern der Mann, nach dem das erste Kapitel benannt ist: Pawel.

Pawel