Der letzte Blogartikel dieses Jahr ;)

Da ich letzte Woche weihnachtsbedingt keinen Beitrag für meinen Autorenblog geschrieben habe, möchte ich das heute nachholen. Es geht um die Qualität von Büchern. Nicht objektiv, nicht für den Leser, sondern für mich als Autor. Eigentlich hatte ich ein anderes Thema geplant, aber ich dachte mir, dass das ganz gut passt.

Wie die meisten von euch sicher schon mitbekommen habe, habe ich meinen Roman „Maschinenengel“ vom Markt genommen. Er war und ist mein schwächstes Buch und war qualitativ schlichtweg nicht gut genug für die Tumor-Reihe. Die Entscheidung war längst überfällig, tat aber trotzdem weh. Dennoch denke ich, dass es die richtige war.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Was bedeutet eigentlich Qualität? Wann ist ein gutes Buch ein gutes Buch? Kann es das überhaupt sein? Ganz ehrlich? Ich weiß es bis heute nicht wirklich. Klar, man kann gewisse Kriterien anführen wie Stil, Charaktertiefe, Originalität, etc. Letzten Endes bleibt das alles aber bestenfalls halb subjektiv.

Als ich Maschinenengel damals geschrieben habe, hatte ich eine Art „Gesamtbild“ im Kopf. Ich wollte, dass die Tumor-Reihe die Geschichte einer Welt aus verschiedenen und teils auch konträren Blickwinkeln erzählt, und wollte dabei auch eine möglichst große Immersion bieten. Der Leser sollte unmittelbar am Charakter sein und entsprechend nur durch seine Augen sehen.

Das war keine gute Entscheidung. Weder für die Reihe noch für das Buch an sich. Denn letzten Endes hat darunter die Qualität gelitten. Das Buch wurde zwanghaft in eine Richtung gedrängt, bei der nichts Halbes und nichts Ganzes rausgekommen ist, sondern ein literarisches Frankenstein-Monster, das viel zu viel wollte. Am Schluss soll ein Buch immer unterhalten, fesseln und Spaß machen. Wenn es das nicht tut, ist es nicht gut.

Deswegen war „Maschinenengel“ nicht gut. Es hat die Qualitätsstandards nicht erfüllt, die ich an meine Bücher lege. Es hat nicht zur Reihe gepasst, war in sich selbst ebenfalls nicht bombastisch und hat sich für mich auch einfach nur falsch angefühlt. Ich habe versucht, es durch zwei Überarbeitungen doch noch in eine Form zu bringen, die mir gefällt, aber das war einfach nicht möglich. Deswegen jetzt Ultima Ratio: Stecker raus.

Ihr seht, dass ich immer noch um eine definitive Aussage herumschleiche, was jetzt eigentlich Qualität ist. Wann ist ein Buch gut, wann ist es das nicht? Keine Ahnung. Es ist eine Gefühlssache. Ich habe bei jedem Buch Dinge, die mir so nicht absolut gefallen. Kein Autor hat das. Man will immer noch mehr und noch besser werden, aber irgendwann steht der Aufwand in keiner Relation mehr zum Ergebnis.

Ich denke, wenn ein Autor ehrlich ist – vor allem zu sich selbst – dann weiß er, wann ein Buch passt und wann nicht.

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Guten Morgen zusammen!

Es fühlt sich immer noch komisch an, dass es Maschinenengel jetzt nicht mehr gibt; zumindest nicht als Teil der Tumor-Reihe. Aber zum Glück wohnt ja jedem Ende auch ein Zauber inne. 🙂

Ich hatte schon jede Menge Pläne für Spin-Offs der Reihe und durch den Wegfall von Maschinenengel sind nochmal ein paar hinzugekommen. Sobald die Insomnia-Reihe abgeschlossen ist, gehe ich das an.

Maschinenengel selbst wandert jetzt vermutlich erstmal in die Schublade zu meinen anderen Projekten, die nicht reif für eine Veröffentlichung sind. Ich denke, letzten Endes schreibe ich das gesamte Buch einfach neu. Ohne Kompromisse und ohne dass es irgendwo reinpassen muss.

Was die aktualisierte Version von project no_face angeht, hoffe ich, sie noch dieses Wochenende online stellen zu können. Wir fahren heute Abend nach Hause, also Daumen drücken, dass ich morgen dazu komme, die Änderungen einzuarbeiten. 🙂

Maschinenengel ist nicht länger erhältlich

Hallo zusammen,

ich muss mich heute leider mit einem unangenehmen Beitrag melden. :/

Und zwar habe ich mich entschieden, meinen Roman „Maschinenengel“ fürs Erste aus dem Verkauf zu nehmen. Die Tumor-Reihe besteht damit ab sofort aus 4 Büchern und Nummer 2 wird „project no_face“.“project no_face“ werde ich in den kommenden Tagen in einer überarbeiteten Version hochladen, die die Anknüpfung an „Tumor“ herstellt.

„Maschinenengel“ ist mein schwächstes Buch – und zwar mit Abstand. Die Entscheidung, es ins Tumor-Universum zu nehmen, hat eine gute Story verzerrt und zwanghaft verunstaltet, ohne dass daraus ein Mehrwert für den Leser entstanden ist. Ich habe lange mit mir um diese Entscheidung gerungen, denke aber, dass es so das Beste ist.“Maschinenengel“ genügt weder inhaltlich noch qualitativ den Standards, die ich an meine Bücher stelle. Eines Tages wird es sicher als Roman zurückkommen, aber sicher nicht als Teil der Tumor-Reihe.

Frohe Weihnachten!

Einen wunderschönen guten Morgen und frohe Weihnachten euch allen! Ich wünsche euch einen schönen und hoffentlich ruhigen Tag. 🙂

Als kleines Weihnachtsgeschenk gibt es von mir eine Kurzgeschichte zu ‚Tumor‘. Wer von euch Doppelhertz & Wortklecks folgt, weiß, dass sie da vor ein paar Tagen schon im Adventskalender war. Aber da ich faul bin, präsentiere ich sie euch heute! 😀

Weihnachten am Institut

„Es ist Weihnachten.“Ich hob den Kopf und sah Sergej an. Er saß mir gegenüber am Lagerfeuer und blickte gedankenverloren in die Flammen. Die Flasche in seinen Händen war schon seit einer Stunde leer, aber ich wusste nicht, ob er es mitbekommen hatte.„Ehrlich?“Er nickte langsam, ohne den Blick vom Feuer abzuwenden. „Mhm.“„Fühlt sich nicht so an.“„Nein.“Ich seufzte und blickte auf die Flasche in meinen Händen. Auch fast leer. Schon die dritte heute. Verdammte Schande. Naja, immerhin hatte ich angemessen viel getrunken. Es war schließlich ein hoher Feiertag. Ein leises, bitteres Lachen bahnte sich den Weg aus meiner Kehle. Unwillkürlich, aber ich ließ es zu.Sergej sah auf und zog die Augenbrauen hoch. „Was?“„Nichts.“ Ich schüttelte den Kopf, nahm einen Schluck und reichte ihm die Flasche, damit er auch noch einen nehmen konnte. „Es fühlt sich einfach nicht so an.“„Ach?“ Er leerte den Wodka und warf beide nunmehr leeren Flaschen in die Dunkelheit, die uns zu allen Seiten hin so unerbittlich umgab. „Bist du da ganz von allein draufgekommen? Woran hast du es erkannt? Der schwarze Schnee? Das Gewehrfeuer in der Ferne? Oder der süße Duft von Giftgas, der vom Institut rüberweht?“„Halt die Fresse“, schnaubte ich spöttisch und griff an meine Weste. Der Wodka mochte vielleicht alle sein, aber für besondere Anlässe hatte ich immer einen Flachmann mit gutem Schnaps dabei. Meistens trank ich nur davon, wenn die Scheiße am Dampfen war oder ich meine Nerven beruhigen musste, aber hey, heute war schließlich Weihnachten. Und wer wusste schon, ob wir noch eins erlebten? Ich nahm einen großzügigen Schluck und warf Sergej den Flachmann zu, bevor ich etwas Holz aufs Feuer warf und den Scheiten dabei zusah, wie sie langsam in Flammen aufgingen.„Irgendwie fühlt es sich falsch an“, murmelte ich. „Weihnachten. Am Institut. Geht nicht zusammen.“„Wem sagst du das? Was würde ich dafür geben, nochmal ein Kind sein zu können. Zuhause in Belgorod am Kamin mit meiner Babuschka. Sie würde sich im Grab umdrehen, wenn sie wüsste, was wir hier erleben.“„Sie würde sich im Grab umdrehen, wenn sie wüsste, was aus dir geworden ist.“ Ich stand auf, beugte mich nach vorne und nahm ihm den Flachmann aus der Hand. „Hätte meine Mutter gewusst, was ich mal tun würde, um nicht draufzugehen, hätte sie mich noch in der Wiege erdrosselt.“„Sprich nicht so über deine Mutter, Maske.“„Du hast Recht.“ Ich nahm noch einen Schluck. „Tut mir leid.“Er lachte leise und blickte zur Seite in die Dunkelheit. Auch wenn wir es nicht sehen konnten, so lag dort vorne das Institut, verborgen hinter undurchdringlicher Finsternis und Schwärze. Dieser gewaltige Moloch aus Stahl und Beton, dieser Menschenfresser, diese Hölle. Aus den Lüftungsschächten, durch die wir normalerweise in diesen Fleischwolf einstiegen, drang das leise und gedämpfte Geräusch von Gewehrfeuer. Wenn man um sein Leben kämpfte, war es wohl egal, ob Weihnachten war oder nicht.„Er ist schon zu lange drin.“ Ich wischte mir meine Nase am Ärmel ab und legte eine Hand auf mein Gewehr, das neben mir im pechschwarzen Schnee lag. Gewohnheit. Der kalte Stahl des Laufs gab mir ein Gefühl von Sicherheit, wie man es hier am Ende der Welt nur selten verspürte. „Er müsste längst wieder da sein.“„Mach dir keine Sorgen“, erwiderte Sergej tonlos. „Vitali geht nicht drauf. Dafür ist er viel zu stur.“„Wir hätten mitkommen sollen.“Er schnaubte. „Wir hätten gar nicht erst hierbleiben sollen, Maske. Es war eine dumme Idee. Ich habe keine Lust, an Heiligabend zu erfrieren.“„Wir haben ein Lagerfeuer.“„Ich habe auch Munition in meiner Waffe. Trotzdem würde ich im Institut draufgehen, wenn ich nur lang genug drin bleibe. Komm jetzt, gehen wir zurück zum Lager. Vitali kommt klar, glaub mir.“„Und wenn nicht?“„Dann ist es so.“„Leck mich, Sergej“, zischte ich. „Es geht um Vitali, verdammt!“„Was willst du tun?“, erwiderte er. „Reingehen? Hast du überhaupt noch Filter dabei?“„Ein paar.“„Wahnsinn. Ein paar gleich?“„Sergej…“Er hob beschwichtigend die Hände. „Beruhige dich, Maske. Warten wir noch zehn Minuten, okay? Wenn er bis dahin nicht wieder da ist, gehen wir rein.“Ich nickte und zog meine Kapuze tiefer über mein Gesicht. Der Wind war eiskalt und selbst das Lagerfeuer schaffte es nicht, mich zu wärmen. Es war gefährlich, hier zu sitzen und zu warten, selbst wenn man von den Viechern absah, die aus dem Institut kommen konnten. Wind und Wetter waren grausame Gebieter; gnadenlos und unerbittlich. Blieben wir zu lange, würden sie uns strafen.Wir waren zusammen rein. Heute früh. Erholt und gut ausgerüstet. Im Institut hatten wir uns dann getrennt. Sergej und ich hatten schnell erkannt, dass heute kein guter Tag war. Zu viele Leute, zu aggressive Viecher, zu unberechenbare Anomalien. Selbst das Giftgas war mir… energischer als sonst vorgekommen. Dreckszeug. Wir hätten darauf bestehen sollen, dass Vitali mit uns rausging, doch er hatte noch kurz weiter unten vorbeischauen wollen. Was für eine Scheißidee.Ich hatte nicht mitbekommen, wann ich eingenickt war, doch ein leises Geräusch in der Dunkelheit ließ mich aufschrecken. Sofort sprang ich auf, griff nach meinem Gewehr und legte an. Mein Herz raste und wollte schier aus meiner Brust springen, doch ich zwang mich mit aller Kraft zur Ruhe. Das Adrenalin hatte noch ein paar Jahre Zeit, um mir einen Herzinfarkt zu verpassen. Gerade musste es sich hinten anstellen.Ich warf einen kurzen Blick zur Seite. Das Lagerfeuer war nur noch ein jämmerliches Glimmen in der Finsternis; Sergej lag unmittelbar daneben, eng in seinen Mantel gehüllt. Sein Gesicht war selbst im fahlen Licht kreidebleich, doch er atmete noch. Wieder ein Geräusch. Ich starrte in die Finsternis, legte meinen Finger auf den Abzug.„Komm raus, du Wichser“, zischte ich. „Ich hab mehr als genug Patronen.“„Maske?“Ich ließ mein Gewehr sinken. „Vitali?“„Dachte mir doch, dass ich Sergej schnarchen höre.“ Ein dumpfes Pochen, gefolgt von einem Ächzen und einem sehr unschönen Fluch auf Russisch zeugten davon, dass er ihn gerade in die Seite getreten hatte. „Aufwachen, Sergej! Nicht erfrieren. Es ist Heiligabend.“„Halt die Schnauze.“„Ho-ho-ho“, lachte Vitali, schaltete die Taschenlampe an seinem Gewehr ein und trat zu mir. „Ich habe sogar Geschenke. Hier.“Er drückte mir ein kleines, warmes Ding in die Hand. Ich kniff die Augen zusammen und betrachtete es. Was auch immer es war, auf den ersten Blick sah es aus wie ein kleiner, rötlich schimmernder Stern. Selbst durch das dicke Leder meiner Handschuhe spürte ich, wie warm es war. Und auch wenn ich es kaum begreifen konnte, so erfüllte mich dieses kleine Ding doch mit einer… Wärme, wie ich sie schon lange Zeit nicht mehr gespürt hatte. Das war keine Wärme, wie sie Feuer erzeugen konnte, sondern eine viel tiefere, grundlegendere Wärme. Wie die Wärme einer Mutter, die ihr Kind umarmte.„Was ist das?“, flüsterte ich.„Ich weiß es nicht.“ Vitali ließ sich neben mich in den Schnee fallen. „Habe sie in U-Fünf gefunden. Wahrscheinlich bringen uns die Dinger alle um, aber ich fand sie trotzdem schön. Dachte, sie machen euch eine Freude. Es stirbt sich leichter, wenn man sich gut fühlt. Frohe Weihnachten.“

Frohe Weihnachten!

So, ich verabschiede mich dann mal mehr oder weniger in die Weihnachtspause. Für mich ist heute zwar ein normaler Arbeitstag und ich werde auch über die Feiertage arbeiten, wenn sich die Möglichkeit ergibt, aber ich mache mir zumindest die nächsten Tage keinen Stress mit Social Media.
Den ein oder anderen Beitrag wird es sicher noch von mir geben. Vielleicht schaffe ich es ja, den Katzen eine Nikolausmütze aufzuziehen, ohne einen Finger zu verlieren. 🤣
Ansonsten wünsche ich euch allen, vor allem denen, die ab sofort nicht mehr an ihre Smartphones und Computer kommen, schon mal frohe Weihnachten und hoffentlich ruhige und zumindest halbwegs besinnliche Feiertage! 🙂

Und noch eine Rezi zu 'Totgeburt'!

Diesmal von Ray von Libramorum! Auch dir vielen Dank fürs Lesen und Rezensieren! 🙂

Darf ich mal wieder zitieren? 🙂

Das hier ist Dominik A. Meier in his prime, an absolute peak performance. Das Buch liest sich in einem guten Rutsch runter und auch wenn es ziemlich viel zu verarbeiten gibt, aufgrund des emotionalen Tiefgangs, hatte ich einen Mordsspaß mit der Vorgeschichte von Maske und seinem Kampf mit dem Institut.

– Ray von Libramorum
https://libramorum.blogspot.com/2019/12/rezension-tumor-totgeburt.html?fbclid=IwAR3rLkV5uB67SB8AXkWW2WE-KZS4sgVvWQY5l7bvkbETTyYknWcHrz_LLxE

Neue Rezension zu 'Totgeburt'!

Heute von Dana von Ohne Bücher? Ohne uns! Vielen Dank fürs Lesen und die tolle Rezension! 🙂

Meier schreibt, meiner Meinung nach, fast einzigartig – Anders kann ich mir nicht erklären, warum mich diese Geschichte so gefangen genommen hat. Er schreibt bildgewaltig, er schreibt flüssig und er schreibt, wie einem Menschen die Schnute gewachsen ist, ohne dabei banal rüber zu kommen.

– Ohne Bücher? Ohne uns

Bloggi-Blogg! :D

Heutiges Thema meines kleinen Autoren-Blogs:

Autor-Frust-Faktoren, auch AFFs genannt. Oder auf Deutsch: Rezensionen.

Jeder Autor, jeder Blogger und auch viele Leser kennen sie: Rezensionen. Man versucht, irgendwie den Inhalt eines Buchs als Gesamtpaket, aber auch in seinen einzelnen Aspekten zusammenzufassen und nach welchen Kriterien auch immer zu bewerten – im Idealfall natürlich so, damit andere sich ein möglichst gutes (aber sicher nicht objektives!) Bild von dem jeweiligen Buch machen können. Für Autoren ist eine Rezension Werbung, für Blogger Arbeit und für Leser bestenfalls eine Kaufentscheidung.

Als ich damals meine erste Rezension (die zum Glück gut war) bekommen habe, war ich unfassbar nervös. Der Gedanke, dass man sich durch eine Veröffentlichung dem Urteil einer kritischen Öffentlichkeit und im schlimmsten Fall sogar den Pöbeleien von Neidern, Trollen und Idioten aussetzt, war mir in dem Maß nicht bewusst. Und ich muss offen zugeben, dass ich bis heute beim Lesen von Rezensionen ein Kribbeln im Bauch habe.

Schlechte Rezensionen erhält jeder Autor irgendwann. Wenn eine solche gut geschrieben und fundiert ist, kann sie ungemein hilfreich sein und wird zumindest von mir auch dankbar angenommen. Ich schätze es immer sehr, wenn mir Blogger und Leser offen sagen, was an einem Buch gut und was daran schlecht war. Nur so kann ich lernen und mich verbessern. Ich kann Autoren, die nach einer schlechten Rezension, egal wie gut begründet, rumpöbeln und tagelang von ihrer Leserschaft getröstet werden müssen, nicht nachvollziehen.

Natürlich tut es weh, wenn der heißgeliebte Charakter als flach identifiziert wird, die originelle Story als altbekannt und langweilig und der Schreibstil, an dem man so viele Stunden gefeilt hat, als schlecht. Aber damit muss man leben können. Auch Musiker werden kritisiert, wenn sie falsche Noten spielen oder den Text nicht können.

Eine ganz andere Sache sind natürlich vollkommen idiotische, gemeine und schlichtweg beleidigende Rezensionen. Leider nehmen solche immer mehr zu. Dazu zählen Einzeiler wie „verwirrend“, und „scheiße“, bei denen man sich wirklich fragt, was durch den Kopf des Verfassers geht, aber auch Rezensionen, bei denen man nicht sicher ist, ob der Schreiber jemals ein Buch gelesen hat, geschweige denn das, das er rezensieren will.

Solche Rezensionen tun weh, vor allem, wenn man klar erkennt, dass es den Verfassern nur darum geht, einen zu ärgern, zu beleidigen oder ihren eigenen Frust abzulassen. Das ist nicht nur persönlich verletzend, sondern auch in gewisser Weise „geschäftsschädigend“, wie es so schön heißt. Algorithmen von Onlinehändlern können ziemlich schnell unangenehm werden, wenn die Durchschnittswertung nicht mehr stimmt.

Trotzdem gehören auch solche Rezensionen dazu und man muss damit leben. Jeder hat das Recht, seine Meinung abzugeben, ganz gleich, wie unqualifiziert oder doof sie auch ist. Deswegen freut es jeden Autor aber umso mehr, wenn sich Leser und Blogger Zeit für eine nette Rezensionen, egal ob kritisch oder nicht, nehmen, und ihm qualifiziertes Feedback geben. Wenn ihr euren Lieblingsautoren also einen Gefallen tun wollt, schenkt ihnen eine Rezension. 😉