Ich bin Selfpublisher und stolz drauf

Als Selfpublisher stehe ich zu meinen Büchern.
Ich stehe zu den Geschichten und Charakteren, zu all den Dingen, die großartig sind, und auch zu den Fehlern.
Als Selfpublisher kann ich innovativ und eigenverantwortlich arbeiten.
Ich kann Grenzen überschreiten, die Verlagsautoren oft genug nicht mal am Horizont sehen.
Ich kann Konzepte und Ideen verfolgen, die Lektoren einen Herzinfarkt verpassen würden.
Als Selfpublisher gibt es keine Trennwand zu meinen Lesern. Ich kann intensiven Kontakt zu euch pflegen und auf alle Anliegen direkt eingehen.
Als Selfpublisher behalte ich die Kontrolle. Jederzeit. Und ich leiste mit Lektorat, Korrektorat und all den anderen Dingen jede Menge Arbeit, auf die ich stolz bin.
 
Klingt das negativ für euch? Ist das ein Grund, sich zu schämen? Meine bescheidene Meinung: Nein.
 
Warum ich das schreibe?
 
Gerade eben ist die Absage einer Literaturagentur reingeflattert. An sich tangiert mich das schon lange nicht mehr, da die meisten das Manuskript sowieso nicht mal anschauen, aber bei der Absage war etwas anders. Man sagte mir nämlich offen, dass man es gar nicht erst gelesen hat, denn als Selfpublisher sei mein Name auf dem Buchmarkt nicht mehr vermittelbar. Orly?
 
Es gibt viele Selfpublisher, die aus Marketingzwecken zweigleisig fahren. Ja, natürlich fände ich das auch toll, denn so würde ich Lesern ein Begriff werden, die sonst kaum auf mich stoßen würden. Aber ich denke, dass genau diese Haltung dafür verantwortlich ist, dass immer mehr Selfpublisher dem traditionellen Buchmarkt ganz den Rücken kehren.

Kein Wochenrückblick, die Erste

Ich überlege mir schon länger, jeden Sonntag eine Art Wochenrückblick zu schreiben. Aber dann wurde mir klar, dass ich meistens nur schreiben könnte:
„Das war 1 stressige Week so vong Arbeit her, jeez!“
Deswegen habe ich mir gedacht: Okay, bis ich irgendwann in den Dunstkreis von F-Promis aufgestiegen bin und meinen ersten Baumarkt eröffnet habe, gibt’s jeden Sonntag eine Art Chronik. Und damit fange ich gleich mal an. 🙂
 
Heute möchte ich euch erzählen, wie ich damals zum Schreiben gekommen bin, denn das ist mittlerweile schon über dreizehn Jahre her. Im April 2005 habe ich meinen ersten „Roman“ angefangen, eine klischeeverseuchte Fantasy-Schmonzette namens „Vermächtnis“, selbstverständlich inklusive auserwähltem Protagonisten, dumm-dämlichen Sidekick, Standardromanze, Verschwörung, Verrat und Deus ex machina. Oder auf Gutdeutsch: Unlesbar.
 
Damals habe ich mit dem Schreiben angefangen, weil ich… naja, Lust drauf hatte. Über Veröffentlichung oder gar berufliche Laufbahn habe ich im Traum nicht nachgedacht. Der Wunsch danach kam auch mehr oder weniger über Nacht. Ich war nicht unbedingt besonders lesefreudig, um es mal so auszudrücken. Klar, ich habe schon gelesen, abends vorm Zubettgehen, aber vielleicht ein Buch im Monat. Höchstens. Warum ich da ausgerechnet dazu gekommen bin, selber zu schreiben, weiß ich bis heute nicht.
Meine Eltern waren jedenfalls ganz froh, dass ich mit meiner Freizeit noch was anderes gemacht habe, als nonstop World of Warcraft zu zocken. 😀
 
Joa, das war“s eigentlich auch schon. Der Roman wurde erschreckend schnell fertig, trotz Hardcore-Zocken (Wir reden hier von gut acht Stunden und mehr pro Tag) und Schule, nämlich im Januar 2006, und hatte sage und schreibe 189 Din a4-Seiten. Also wirklich ganz ordentlich. Ich habe ihn noch immer auf meinem Rechner, aber ich fürchte, dass ich mir – sollte ich ihn jemals überarbeiten – die Augen ausstechen muss.
 
Nächste Woche geht es dann weiter mit den unglaublichen Abenteuern des Schreibens. Oder um es mit Mr. Peanutbutter auszudrücken: Freiberufliche Schriftsteller und Autoren – Was schreiben sie? – Schreiben sie überhaupt was? – Finden wir es heraus!

Vorbestellung von „project no_face!“

„project no_face“ kann ab sofort als eBook vorbestellt werden! 🙂
 
Die romantisch-dystopische Geschichte um die junge Hackerin Serena wird voraussichtlich am 28. Dezember veröffentlicht. Eine Print-Ausgabe (ca. 500 Seiten) steht nach der Veröffentlichung wie gewohnt ebenfalls zum Kauf bereit!
 
Es würde mich sehr freuen, wenn ihr diesen Beitrag teilen würdet. 🙂
 
Hier der Klappentext:
„Hedonismus und Exzess gegen personalisierte Menschenrechtsportfolios und Überwachungsstaat. Die Menschheit lebt in Extremen. Eingepfercht in einer gewaltigen, namenlosen Stadt, gibt sie sich ganz der Ekstase hin. Auch Serena McCallen. Die neurotische und hochintelligente Hackerin arbeitet als Ingenieurin für Menschenrechtsportfolios, doch in ihrer Freizeit programmiert sie illegale genverändernde Mods. Als sie sich eine äußerst fortschrittliche KI in den Verstand lädt, die sich als project no_face zu erkennen gibt, beginnt eine Reise, die sie quer durch das Ödland der verheerten Welt führt. Serena muss nun erkennen, dass das Leben in der Stadt nichts weiter ist als eine süße Droge, und dass die wahre Gefahr für die Menschheit nicht in den Ruinen der alten Welt liegt.“
Ebook_noface

„I am Unicorn“ als Print!

Guten Morgen ihr Lieben,

in den letzten Tagen habe ich überraschend viele Mails und PNs mit der Frage bekommen, ob „I am Unicorn“ auch als Print erscheinen wird. Das Interesse freut mich riesig, zeigt mir aber auch, dass ich das bisher wohl nicht eindeutig genug kommuniziert habe. Deswegen an dieser Stelle eine öffentliche Antwort.

Ja! Selbstverständlich wird „I am Unicorn“ als Print (Taschenbuch) erscheinen. Pünktlich zum 11. Dezember kann man das Buch auf Amazon kaufen. Und ich hoffe, ich lehne mich damit nicht zu weit aus dem Fenster, aber das Bestellungen bis zum 20. Dezember sollten (hoffentlich!) auch noch pünktlich zu Weihnachten ankommen!

Für die, die es interessiert: Als Autor bei Amazon kann man ein Taschenbuch aus welchen Gründen auch immer nicht zur Vorbestellung freigeben. eBook hingegen funktioniert problemlos. Das Taschenbuch ist auch schon längst zur Veröffentlichung vorbereitet, sprich: Manuskript und Cover sind hochgeladen, Details und Suchbegriffe festgelegt und auch alles andere ist getan. Ich muss am 10. Dezember nur auf „Veröffentlichen“ klicken und hoffen, dass das Buch bis zum 11. durch die Kontrolle kommt!