Bloggi-Blög!

Heyho zusammen! Heute ist mal wieder Freitag und damit gibt’s auch wieder einen Blogbeitrag von mir. Diesmal geht es darum, wie ich Figuren benenne. Ein super spannendes Thema! 😉
Ich tue mich in vielen Romanen mit den Namen schwer, die die Protagonisten und ihre Begleiter haben. Manchmal kenne ich selbst Leute, die so heißen, was es mir schwer macht, in das Buch einzutauchen, manchmal finde ich sie unnötig kompliziert und manchmal auch schlicht unpassend.
Mal ein Beispiel: Stellt euch vor, ihr lest einen richtig geilen Fantasy-Roman. Schwerter, Drachen, richtig spannend, das ganze Programm. Ihr würdet am liebsten eintauchen in die Welt. Und plötzlich trifft der Protagonist auf eine Elfe namens Shi’táèl tia-Danubììelle isha ta Nòvâ. Die beiden ziehen weiter, gabeln in der nächsten Taverne noch den Raubritter Horst auf und ziehen dann los, um den bösen General Rüdiger zu erledigen. Nix gegen die Namen, aber ihr wisst, was ich meine.
Trotzdem ist es nicht so einfach. Der Name eines Charakters sagt viel über seinen… naja, Charakter aus und gibt auch dem Leser im besten Fall gleich das Bild mit auf den Weg, das er die gesamte Geschichte über von ihm haben soll. Ihr wisst, ich halte es gerne einfach. Die meisten meiner Charaktere haben entweder nur einen Vor- oder nur einen Nachnamen. Am besten gleich nur einen Rufnamen. Es ist selten, dass ich da mehr Infos rausrücke.
Zum einen bin ich kein Fan davon, den Charakter zu sehr auszuarbeiten und ihn damit in ein zu enges Korsett zu stecken, und zum anderen habt ihr als Leser so auch mehr Freiheit, euch selbst ein Bild vom Charakter zu machen und euch im besten Fall mit ihm zu identifizieren.
Ich glaube, das beste Beispiel hierfür ist Maske aus Tumor. Er hat keinen Namen – und nein, ich habe ihm auch nie einen gegeben. Er ist nur Maske. Der Ich-Erzähler, der sich hinter einer Maske versteckt. Ihr seht durch seine Augen und müsst euch nicht vorstellen, wie ihr jetzt dieser Rüdiger, Horst oder sonst wer seid, sondern jeder kann Maske sein.
Ansonsten finde ich den Klang super wichtig. Ich persönlich stehe auf lateinische und griechische Namen, aber wenn ich einen Charakter aus einem bestimmten Land schreibe, gehe ich auch oft Namenslisten durch und schaue, welcher Klang wohl welche Emotion am besten erzeugt. Klingt er hart oder weich, nachdenklich, frech, etc. pp. Oder soll er – wie Sergej oder Vitali aus Tumor – absichtlich generisch sein, um zu zeigen, dass jeder an ihrer Stelle sein könnte?
Wie handhabt ihr das? Seid ihr da unempfindlich oder sind euch Charakternamen auch so wichtig wie mir?

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